Rumba

Die Rumba bezeichnet ursprünglich ein geselliges Zusammensein mit Begleitmusik. Als Komplex aus Tanz, Gesang und Perkussion entstand sie im 19. Jahrhundert in den Schwarzenvierteln der kubanischen Hafenstädte Havanna und Matanzas, wurde aber auch in den Zuckerrohrplantagen praktiziert. Sie ist ein rein weltliches Genre, dessen Trommelbegleitung und Melodik aus afrikanischen Wurzeln genährt werden.

In der Rumba gibt es drei traditionelle Genres, die sich im Tempo, der verwendeten Clave und dem Tanz selbst unterscheiden.

Im Yambú ahmen die beiden Tänzer alte Leute oder einen alten Mann mit junger Frau nach. In dieser ältesten Form der Rumba gilt – im Gegensatz zum Guagucancó: „En el yambú no se vacuna“ („im Yambú wird nicht geimpft“).

Im ebenfalls pantomimischen Guaguancó verkörpern Mann und Frau Hahn und Henne, wobei der Mann durch Flügelschlagen oder Staubaufscharren Avancen auf die Frau macht, die sich durch ihren Rock, ein Tuch oder simples Abwenden schützt. Der Tanz gipfelt im „Impfen“ der Frau („vacunao“) mit entsprechenden Bewegungen der Hüfte oder anderer Körperteile.

In der deutlich schnelleren, bisweilen auch akrobatischen und von anderen afrokubanischen Tänzen beeinflussten Columbia im 6/8-Takt treten statt Mann und Frau der (ursprünglich typischerweise männliche, modern auch weibliche) Solotänzer und der Spieler der Quinto miteinander in Dialog. Hier stellt der Tänzer sich (und seine Männlichkeit bzw. Präsenz und Stärke) zur Schau.

Video: Conjunto Folklórico Nacional de Cuba 2016

DatumUhrzeitWorkshopOrtAnmeldung
Sa. 20.01.2018 10:30-16:40Chicas Day mit Yusimi Moya & Heidi GajewskaTurnsaal des SchottengymnasiumsAnmeldung
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